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Augen auf beim Welpenkauf!

Holen Sie sich Ihr Tier beim Tierschutzverein. Auch dort sind oft Welpen, und neben liebenswerten Mischlingen gibt es auch Rassehunde. Wer beim Tierschutzverein nicht fündig wird und sich einen Hund vom Züchter kaufen möchte, sollte jedoch unbedingt die nachstehenden Hinweise und Ratschläge beachten. In Zweifelsfällen beraten Sie auch hier hundeerfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Tierschutzvereins. 
 
Zuerst sollte man sich genau und gründlich über die gewünschte Rasse informieren. Wenn man hier seine Wahl getroffen hat, sollte man mehrere Züchter aufsuchen, sich genau umsehen, gezielte Fragen stellen und alles, was man gesehen und gehört hat, sorgfältig vergleichen. Ein Züchter hält eine oder mehrere Hündinnen und eventuell auch einen Deckrüden. Die Tiere leben im Haus und in der Familie. Ist dies wegen der Anzahl und/oder der Größe der Tiere nicht möglich, sollten sie in sauberen, hellen und ausreichend großen Räumlichkeiten untergebracht sein. Regelmäßige und häufige Kontakte zu Menschen müssen in jedem Fall gewährleistet sein! Die Tiere müssen ein freundliches, offenes Wesen haben und sollen gepflegt und gesund aussehen. Bei ängstlichen, ungepflegt oder krank aussehenden Welpen ist Vorsicht geboten. Man soll sich unbedingt den ganzen Wurf und die Elterntiere zeigen lassen, und zwar dort, wo sie bisher aufgewachsen sind; dazu gehören die Wurfkiste und das Welpenzimmer. Gute Züchter haben einen engen Kontakt zu ihren Tieren und zeigen sie gern interessierten Besuchern. Wenn statt dessen im Wohnzimmer nur einzelne Welpen präsentiert werden, sollte man sich unter keinen Umständen zum Kauf verleiten lassen, auch wenn die Kleinen noch so niedlich und süß sind. Auch wenn dann ein angebliches Muttertier hereingebracht wird, sollte man misstrauisch bleiben.
 
Wenn größere Mengen von Welpen angeboten werden oder wenn Welpen einer oder gar verschiedener Rassen regelrecht auf Bestellung zu bekommen sind, handelt es sich um Massenzüchter oder Händler. Besondere Vorsicht ist bei "Moderassen" geboten; dazu zählen beispielsweise Yorkshire Terrier oder Labrador. Wenn die Nachfrage nach bestimmten Rassen besonders groß ist, werden sie gewissenlos produziert und vermarktet. Nicht selten handelt es sich um Tiere aus osteuropäischer "Produktion", darunter nicht wenige mit Krankheiten oder schweren Verhaltensstörungen. Sie werden in Kisten und Kartons eingeschleust und aus dem Kofferraum, in Garagen oder auf Flohmärkten angeboten. Hier sollte man in jedem Fall von einem Kauf absehen, auch wenn der Preis noch so attraktiv ist oder man Mitleid mit den Kleinen hat. Die einzige Möglichkeit, verantwortungslosen Massenproduzenten und gewissenlosen Händlern das Handwerk zu legen, besteht in der Verringerung der Nachfrage. Nur so ist zu verhindern, dass Tiere auch weiterhin unter schlimmsten Bedingungen aufwachsen und lebenslang geschädigt bleiben.
 
Generell gilt, dass Welpen keinesfalls vor der achten Woche abgegeben werden dürfen. Vor der Übernahme sollte man sich Ahnentafeln und Impfpässe zeigen lassen. Welpen müssen bis zur Abgabe mehrmals entwurmt worden sein und mindestens die 1. Impfung erhalten haben.
 
Und ein wichtiger Rat zum Schluss: Lassen Sie sich in keinem Fall drängen! Fahren Sie nach dem ersten Besuch jedenfalls ohne Welpen wieder nach Hause! Ein Welpe ist keine Ware, die man bei Nichtgefallen nach einem Spontankauf einfach umtauschen kann. Erwägen Sie noch einmal das Für und Wider, sprechen Sie mit der Familie oder mit Bekannten und nehmen Sie sich die Zeit für eine überlegte Entscheidung. Einige Tage oder auch eine ganze Woche sind kurz im Verhältnis zu einem langen Hundeleben, in dem Sie beide Freude aneinander haben sollen.
 
Sollte Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich an unseren Vereinsanschluss 06693 - 1477 wenden, wo Sie uns zu festen Sprechzeiten erreichen. Auf Wunsch steht Ihnen darüber hinaus Informationsmaterial zur Verfügung.

 

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